"Bruder Daniel"

 

Sergeanten-Waffenbruder

 

 

Mein Name ist „Bruder Daniel“, dem geneigten Zuhörer möchte ich nun ein wenig aus meinem Leben berichten .........

Anno Domini 1214 wurde ich als Sohn eines gottesfürchtigen Turkopolen und meiner lieben Mutter geboren. Es war ein schöner Herbsttag  im Sorpetal als ich das Licht der Welt erblickte. Mein Vater suchte zu dem Zeitpunkt schon sein Heil im Heiligen Land ..... oder  verschwand er aus Angst, da er meine Mutter noch nicht geehelicht hatte .... So Gott will, werde ich Antwort auf diese Frage erhalten.

Ich wuchs also in der Obhut eines “Oheim“ auf, der sich meiner Mutter und mir schon kurz vor meiner Geburt annahm. Ihn störte weder, dass ich nicht sein Fleisch und Blut war, noch die ständigen Anschuldigungen an meine Mutter. Ihr feuerrotes Haar hätte sie mehrfach beinahe das Leben gekostet.

 

Mit väterlicher und doch strenger Hand wurde mein Leben gelenkt. So kam ich nicht umher einen ehrbaren Beruf zu erlernen, und wurde zu einem Wagenbauer in die Lehre geschickt.

Trotz aller Ehrbarkeit lernte ich auch, dass einem im Leben nichts geschenkt wird, und man ab und an die Rechtmäßigkeiten etwas großzügiger auslegen muss um zu überleben!

 

Die Lust auf Abenteuer und ein wenig Wohlstand wuchs .......

Man munkelte, dass einige junge Männer aus unserer Gegend das Gleiche fühlten und um diesen Plan zu verwirklichen zu den Hospitalitern gehen wollten!

So schloss ich mich einem Tross an, der von Burg Hachen Richtung Herford  aufbrach.

Mein Weg hatte begonnen!!! Deus lu Vult !

 

In Herford angekommen trat ich dem Orden als Sergant bei. Meine Aufgabe bestand zunächst in der Instandhaltung der Fuhrwerke und der Pflege der Kranken.

Diese Aufgaben nahm ich sehr ernst, genauso wie Augustus, einer der Burschen aus meiner Gegend. Trotz seiner Abstammung war er weltlich geblieben und wir erledigten unsere Aufgaben gemeinsam.

Bald wurde uns klar, dass die Kranken auch Männer waren, und was heilt einen Mann besser als die Wärme einer Frau .........unsere Aufgabe war das Helfen .. das taten wir ...

 

Nach und nach wurde klar, dass mein Geschick mit Werkzeugen auch auf Waffen zutraf, und aufgrund des bevorstehenden Kreuzzuges wurde ich zu einem Serganten Waffenbruder. Nun war mein Weg offen. Ehre und Reichtum ich komme!

Doch die Zeit verging .... Hin und wieder sahen wir weitere Bekannte, die wir schon auf der Burg Hachen trafen. Da war dieser junge Ritter Ingwio von Zunderen, wie jeder Adel strahlte auch er Hochmut und Arroganz  aus, doch schon bald sollte er sich als treuer Gefährte erweisen.

Des weiteren war da Bruder Joris der gemeinsam mit mir Waffenbruder wurde, seine vorwitzigen Ideen bringen uns oft Freude, doch manches Mal treibt er die Geistlichen zur Verzweiflung.......

 

Und endlich ist der Tag gekommen !!!  Wir ziehen gen Osten um unsere Sterne neu zu ordnen

 

Pax

 

Bruder Daniel !!!

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